Aktuell in der Fastenzeit

Das Starkbier sollte die Fastenzeit erträglicher machen. Es musste ein Bier her, das stärker war als alle anderen und sättigend genug, um die Zeit der Enthaltsamkeit zu überbrücken. Verschiedene Quellen geben Auskunft über den Ursprung – die bekannteste Geschichte ist die, dass das kräftige Bier zur Fastenzeit von Salvatormönchen gebraut wurde. Denn gefastet wird nur mit flüssiger Nahrung. Wie jeder Bayern weiß, is bissl mehr als a Hand voll Bier auch schon ein Schnitzel, denn so eine Starkbiermaß hat circa 700 kcal. Schon 1629 brauten die Paulanermönche ihr erstes Starkbier und tauften es „Sant Vater“, woraus im Volksmund der Salvator wurde. Auch heute noch wird es nach dem ursprünglichem Rezept vom Frater Barnabas gebraut.

Die Münchner pilgerten um 1700 zum Paulanerkloster, das damals noch vor den Toren der Stadt lag. Das Bier durfte bis dahin nur an Klosterangehörige ausgeschenkt werden, da Paulaner noch kein offizielles Braurecht besaß. Die Mönche nahmen die Regeln jedoch recht locker und ließen die Pilger in den Genuss des Salvator kommen. 1780 – endlich – lockerte Kurfürst Karl Theodor die Regel und der Bierausschank war eröffnet.

Zu den typischen Münchner Starkbiersorten gehören: Salvator (7,9% Alkohol) aus der Paulaner-Brauerei, Triumphator (7,6% Alkohol) aus dem Hause Löwenbräu/Spaten, Maximator (7,5% Alkohol) von der Augustiner-Brauerei, St. Jakobus (7,6% Alkohol) aus der Forschungsbrauerei Jakob, Animator (8,1% Alkohol) von Hacker-Pschorr und das Giesinger Sternhagle vom Giesinger Bräu mit satten 9,5% Alkohol. Na wer da noch auf der Bank stehen kann…

Sehr bald nach der Starkbierzeit kommt die Maibock-Saison. Mit dem Bockbier wird der Frühling begrüßt. Doch das süffige Starkbier mit hohem Stammwürze-Anteil ist auch über das Jahr zu finden. Schaut mal im Schelling-Salon, dem Andechser am Dom oder im Erdinger Weißbräu in Großhadern vorbei.

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